Provenienzforschung
Provenienz (von lat. provenire „herkommen“) bezeichnet allgemein die Herkunft einer Person oder Sache. Der Begriff wird auch für die Herkunft von Kulturgütern verwendet. Deren Erforschung widmet sich die Provenienzforschung.
Die Provenienzforschung ist heute integraler Bestandteil der Museumsarbeit. Sie rekonstruiert die Herkunft und Sammlungsgeschichte eines Objektes und ermittelt frühere Eigentums- und Besitzketten, um mögliche Zusammenhänge mit NS-Raubkunst, Raubkunst aus kolonialem Kontext oder Raubgrabungen auszuschliessen. Eine möglichst lückenlose Provenienzkette ist daher ebenso wichtig wie eine möglichst genaue Datierung und Deutung eines Objektes.
Die Provenienzforschung im Antikenmuseum Basel befasst sich mit der Herkunftsgeschichte archäologischer Kulturgüter aus dem gesamten Mittelmeerraum, die sich in seinen Sammlungen befinden. Sie ist Teil des Kultur- und Bildungsauftrages des Museums, Kulturgüter nicht nur zu bewahren, zu dokumentieren und wissenschaftlich zu erforschen, sondern sie auch in ihren historischen Fund- und Sammlungskontext zu stellen. Im Fall von problematischen Kontexten gilt es diese transparent nachzuverfolgen und nach fairen und gerechten Lösungen mit den jeweiligen Ursprungsländern der Kulturgüter zu suchen.
Die Prämissen der Provenienzforschung und die Einordnungskategorien des AMB (Stand Juli 2025) sind bald hier einzusehen.
Sammlungskonzept
Ankaufspolitik seit 2013
Museumstrategie zur Provenienzforschung
Archiv: Ampelsystem zur Provenienzbeurteilung (alt, von 2023)