Das Antikenmuseum Basel und Sammlung Ludwig
Das Basler Antikenmuseum verfügt über eine herausragende Sammlung ägyptischer, griechischer, italischer, etruskischer und römischer Kunstwerke. Es ist das einzige Museum in der Schweiz, das ausschliesslich antiker Kunst und Kultur des Mittelmeerraumes gewidmet ist. Das Museum mitten in der Stadt Basel ist ein Ort, an dem die Antike immer wieder aus neuen Perspektiven heraus beleuchtet wird.
Träger des Museums ist der Kanton Basel-Stadt. In seinem Auftrag bewahren und vermitteln die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Antikenmuseum seine Bestände. Das Museum sieht sich aber nicht nur als Verwalter von Kulturgut, sondern auch als dynamischen Ort in der Museumslandschaft. Das zeigen die weit über die Landesgrenzen hinaus beachteten Sonderausstellungen, wie zum Beispiel „Agatha Christie und der Orient“, „Tutanchamun – Das goldene Jenseits“ oder „Homer – der Mythos von Troia in Dichtung und Kunst“.
Skulpturhalle: Die Antike aus einem Guss
Dem Antikenmuseum angegliedert ist die Skulpturhalle an der Mittleren Strasse 17 – eine einzigartige Sammlung von Gipsabgüssen nach bekannten griechischen und römischen Skulpturen. 1849 erstmals eröffnet bietet die Abgusssammlung die Möglichkeit, viele in den Museen dieser Welt zerstreute Kunstwerke an einem Ort zu studieren. Mit eigenen Ausstellungen zum Beispiel zur „Antike im
Kino“ oder von Werken zeitgenössischer Künstlerinnen und Künstlern wird die Antike in der Skulpturhalle oft provokativ hinterfragt.
Geschichte des Antikenmuseums
Das Basler Antikenmuseum wurde 1961 gegründet. Damals brachten Kunstsammler – einige von ihnen Gründungsmitglieder der Vereinigung der Freunde antiker Kunst – ihre grossartige Sammlungen in ein neues Museum ein. Neben den Mäzenen leistete auch der Kanton Basel-Stadt einen wichtigen Beitrag, indem er für das Museum einen wunderschönen Bau in der Basler Innenstadt zur Verfügung stellte. 1981 erfolgte ein grosser Ausbauschritt: Das Sammlerehepaar Irene und Peter Ludwig schenkte dem Museum seine Antikensammlung von Weltrang mit rund 200 Werken. Die Museumsräumlichkeiten wurden in Folge vergrössert und 1988 zum zweiten Mal eröffnet, diesmal unter dem Namen Antikenmuseum Basel und Sammlung Ludwig. Eine nächste wichtige Erweiterung war die Eröffnung der bedeutenden ägyptischen Abteilung im Jahr 2001. Ein Jahr später wurde die neue Abteilung „Orient, Zypern und frühes Griechenland“ eröffnet. Mit diesen letzten beiden Erweiterungen sind im Museum die wichtigsten Kulturen des Mittelmeerraumes vertreten.