Rom
Spätestens nach der Eroberung Griechenlands im 2. Jahrhundert v. Chr. stieg Rom zur internationalen Macht auf. Die stadtrömische Kunst ist im Antikenmuseum mit erstklassigen Beispielen vertreten. Sie ist Vorbild für die römische Kunst in den Provinzen des Imperiums - auch für die lokalen Siedlungen und Kolonien von Basel und Augusta Raurica.
Römische Kunst ist politische Kunst: Mit hervorragenden Porträts verdeutlichten römische Kaiser und Generäle ihren Machtanspruch auf unterschiedliche Art: Germanicus und Tiberius lehnen sich stilistisch an Kaiser Augustus an, den schlauen Gründer des römischen Reichs, der die Republik ausgeschaltet hatte. Antoninus Pius liess sich mit Bart und lockigem Haar darstellen und erinnerte somit an die Philosophen Griechenlands. Besonders eindrücklich ist ein seltenes, beschädigtes Porträt des verhassten Kaisers Caligula, der von seiner Garde ermordet wurde. Es zeugt von der gegen Caligula verhängten damnatio memoriae, dem Senatsdekret, das jede Erinnerung an ihn auslöschen wollte.
Weiter sind Grab- und Ehrenstatuen und vor allem sehr schöne Sarkophage in der Abteilung vertreten. Sie sind mit Reliefs verziert, die griechische Mythen wiedergeben.

